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Türkei-Studienfahrt in den Osterferien 2005

Nach knapp zehn Jahren und drei gescheiterten Versuchen in der Zwischenzeit konnten wir 2005 an unsere Tradition der Türkei-Reisen und der Schulpartnerschaft mit der Istanbul Lisesi wieder anknüpfen und mit neunzehn Schülerinnen und Schülern vor allem aus der Klassenstufe 10 eine wenn auch diesmal etwas kürzere Türkei-Studienfahrt unternehmen.

Die Leitung lag bei OStR Gerhard Voigt und OStR Dr. Lothar Nettemann von der Bismarckschule Hannover. Organisatorisch wurde die Reise vom UNESCO-Club Hannover betreut.

Im Folgenden findet sich auch ein

Über die İstanbul Lisesi [vgl. türkische Homepage der IL] als Partnerschule der Bismarckschule Hannover berichten wir in einem Text über die "Die Türkei-Partnerschaft der Bismarckschule Hannover" und ganz allgemein über die Geschichte der Schulpartnerschaft in einem Text "Mehr als ein Jahrzehnt Türkei-Partnerschaft der Bismarckschule Hannover".

Überblick über unsere Türkei-Aktivitäten allgemein >>
 

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In die Türkei... 2005

...reiste eine Gruppe von 19 Schülerinnen und Schülern der Bismarckschule Hannover - UNESCO-Projektschule - vor allem aus den zehnten Klassen (10 a und 10 b) in Begleitung von Herrn Voigt und von Herrn Dr. Nettelmann. Herr Büthe wurde als dritte Begleitperson leider kurz vor Abreise krank und verfolgte etwas traurig unsere Fahrt nach İstanbul und zu drei weiteren Zielen in Anatolien.

Wichtiger Punkt des Programms war der Besuch der İstanbul Lisesi, einem hervorragenden türkischen Gymnasiums mit zweisprachigem Unterrichtsangebot in Türkisch und Deutsch, mit dem uns eine lange Partnerschaft verbindet, die mit dem ersten Besuch 1985 begann, aber im letzten Jahrzehnt aus verschiedenen Gründen weitgehend ruhte, wenn man von einigen privaten Kontakten und Besuchen einmal absieht.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Reisegruppe wurden in Gastfamilien untergebracht und verlebten in den meisten Fällen freundschaftliche und anregende Tage in dieser Stadt, die von Alexander von Humboldt als „die schönste Stadt der Welt“ gerühmt worden war und auch heute, nach explosionsartigem Wachstum denoch nichts von ihrem Reiz und ihrer Faszination verloren hat.

Der Hinflug erfolgte mit Turkish Airlines (THY) in der Nacht vom Freitag, 18. März, zum Samstag und führte uns über Ankara. Die Einreise war etwas zeitraubend und stressig, da in Ankara mitten in der Nacht Abfertigungsfehler begangen worden waren, die im Flughafen İstanbul dann korrigiert werden mussten, wobei die Gastfamilien, die zum Abholen gekommen waren, bis Mittag warten mussten, um ihre Schützlinge nach Hause mitnehmen zu können.

Neben Schulbesuch und Programmen in der Familie sorgten wir auch dafür, dass unsere Gruppe in den Tagen in İstanbul einiges von der Stadt und ihren Sehenswürdigkeiten erleben konnten – von der Sultan Ahmed Camii bis zum Gedeckten Bazar.

Mit einem gemieteten Midi-Bus fuhren wir dann nach Ankara – das Museum für anatolische Kulturen / Hethiter-Museum und das Atatürk-Mausoleum standen hier auf dem gemeinsamen Programm –, nach Kappadokien mit einer Übernachtung in Gülşehir und der Besichtigung der faszinierenden Vulkan-Tuff-Landschaften, deren kulturhistorische Bedeutung in der Kürze der Zeit gar nicht angemessen gewürdigt werden konnte, und schließlich nach Konya mit zwei Übernachtungen im Otel Tur, wo unsere Gruppen seit zwanzig Jahren in immer gleicher Gastfreundschaft begrüßt worden sind. Konya als altes geistiges Zentrum der islamischen Türkei in der Seldschukenzeit bietet mit der Grabmoschee des Mêvlâna Djelladin Rûmi, des Gründers des „Ordens der tanzenden Derwische“ und Autor eines der wichtigsten mystischen Schriften, die weit über den Islam hinaus gewirkt haben, und den seldschukischen Bauten der Âlaeddin-Moschee und der Medresen des dreizehnten Jahrhunderts im Stadtzentrum, die unter dem Schutz des Welterbes der UNESCO stehen, mehr als genug Anregungen und erinnernswerte geistige Anstöße.

Am Mittwoch, 30. März, flogen wir dann vormittags nach Hannover zurück, wobei die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wegen des frühen Eincheque-Termins und der schlechten Erreichbarkeit des Flughafens die Nacht in der Flughafenhalle verbrachten.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Fahrt trotz der eigentlich zu kurzen Zeit und dem allzu knapp kalkulierten Budget gerade auch wegen der unermüdlichen Hilfe der Kolleginnen und Kollegen der İstanbul Lisesi – denen wird dafür ganz herzlich danken –, aber auch besonders durch die aktive und verantwortungsbereite Mitarbeit unserer Schülerinnen und Schüler ein erlebnisreicher und für die Schule fruchtbarer Erfolg geworden ist. Dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Gastgeber in vielen Fällen spontan zu Gegenbesuchen in Hannover eingeladen haben, spricht für den Sinn und Wert gerade auch der persönlichen Begegnungen im Rahmen der Arbeit einer UNESCO-Projektschule.

Gerhard Voigt

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KompetenzFokus Interkulturelle Kommunikation:
Verband der Politiklehrer e.V., Hannover – UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. – Deutsch-Türkische Vereinigung für Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Austausch, Hannover (Arbeitsgemeinschaft)

 

Stand: 20.03.2010 - bismarckschule.voigt@gmx.de

Verantwortlich: Gerhard Voigt, Oberstudienrat i.R.

Versitzender des Verbandes der Politiklehrer e.V., Hannover