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Teilnehmer der Türkeireise
Zur Rundreise durch die Türkei İstanbul ist seit zwei Jahrtausenden eine der großen Metropolen der Welt, als Byzanz und Konstantinopel Hauptstadt Ostroms und Zentrum des griechisch-orthodoxen Christentums, als Istanbul seit 1553 Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Alle Epochen haben ihre baulichen Spuren neid dieser Stadt, die heute mehr als 12 Millionen Einwohner zählt, hinterlassen. Bauwerke wie die Hagia Sophia aus dem 5. Jahrhundert u.Z., der Sultanspalast Topkapı Saray, die großen Moscheen Sultan Ahmed Camii und Süleymaniye Camii, aber auch der Große Bazar gehören zu den weltberühmten Denkmälern und touristischen Sehenswürdigkeiten, die alleine schon eine Reise lohnen. Bei unserer Reise haben wir viele der Besichtigungen auf freiwilliger Basis angeboten, da einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Stadt als türkischstämmige Schülerinnen und Schüler schon kannten und zudem die Interessen doch sehr unterschiedlich waren. Vieles wurde mit den Gastgeberfamilien unternommen. Vielleicht werden hier im Abschlussbericht noch amüsante Episoden zu berichten sein. Eine große Gruppe hat sich im Taksim-Viertel szenetypischen Freizeitangeboten zugewandt – nicht immer ohne mahnende Worte der Gastgeber. Wohl alle waren in der „Blauen Moschee“, der Sultan Ahmed Camii, die zum „Pflichtprogramm“ für Touristen gehört. Bei meinem Besuch zusammen mit dem Kollegen Nettelmann traf uns ein nicht-lizensierter „Reiseführer“, der dann doch überrascht war, dass ich über istanbuler Geschichte oft mehr wusste als er selbst. So kommen wir zu einer eher persönlichen Bemerkung. Nach rund 35 Jahren regelmäßiger Besuche in dieser Stadt entsteht doch so etwas wie ein „Heimatgefühl“ – was sich unter anderem darin ausdrückt, dass ich (für einen Geographen unüblich) heute immer nur ohne Stadtplan unterwegs bin. Die interessierteren unserer Schülerinnen und Schüler besuchten in kleineren Gruppen dann auch die Hagia Sophia, den Topkapı Saray und den Dolmabahçe Sarayı. Doch auch das moderne İstanbul, heute das wichtigste industrielle und gewerbliche Zentrum der Türkei, ist ein beeindruckendes urbanes Erlebnis. Gerade bei der Fahrt mit dem Bus in Richtung Ankara über İzmit und Bolu zeigte uns die fast unübersehbare Ausdehnung dieser städtischen und ökonomischen Mega-Agglomeration. Aber hier ist nicht der Ort für geographische und soziologische Exkurse, für die İstanbul ein überaus spannendes Objekt sein kann. Die in der Altstadt nahe dem Großen Bazar in einem palastähnlichen alten Gebäude gelegene İstanbul Lisesi, seit 1985 die türkische Partnerschule der Bismarckschule Hannover, ist eines der angesehensten Gymnasien der Türkei. Als bilinguale Schule werden vor allem die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer in deutscher Sprache unterrichtet. Die Istanbul Lisesi ist seit einiger Zeit ebenfalls eine UNESCO-Projekt-Schule und pflegt intensiv Partnerschafts- und Austauschprogramme mit einer großen Zahl deutschsprachiger Schulen. Nach Ankara kamen wir zweimal – nicht ganz beabsichtigt. Wegen des ungünstigen Reisetermins zu Beginn der Osterferien und am Ende der CeBIT-Messe in Hannover waren Flugplätze direkt nach İstanbul nicht mehr zu buchen. Als Ausweg bot sich der Umweg über Ankara an. Von dem Problem mit der Abfertigung, die wir auf dem Flughafen Ankara unbeabsichtigt versäumt hatten, haben wir schon kurz Notiz genommen. Dies war ärgerlich und zeitraubend. So kamen wir Tage darauf ohne weitere Probleme mit dem Bus in die Hauptstadt. Der kurze Aufenthalt mit einer Übernachtung im Otel Hittit im Altstadtviertel Ulus unmittelbar unterhalb der Kale, der alten Befestigungsanlage, bot uns dennoch einen ersten Eindruck von der Spannweite Ankaras von den Hethitern im Museum für anatolische Kulturen bis zur Moderne der Türkischen Republik im Mausoleum des Staatsgründers Kemal Atatürk. Mit einem gemieteten Midi-Bus fuhren wir von İstanbul nach Ankara – das Museum für anatolische Kulturen / Hethiter-Museum und das Atatürk-Mausoleum standen hier auf dem gemeinsamen Programm. Ankara wurde mit der Gründung der Türkischen Republik nach dem Ersten Weltkrieg durch ihren ersten Staatspräsidenten Kemal Atatürk zur Hauptstadt erhoben. Durch die zentrale Lage in Anatolien präsentiert sich die Türkische Republik als moderner Staat und als Brücke wischen Ost und West. Die heute auf mehr als 8 Millionen Einwohner angewachsene Stadt ist vor allem ein modernes Verwaltungszentrum mit großzügigen Straßenzügen und internationalen Geschäftsvierteln. Doch ist Ankara auch eine sehr alte Siedlung, die bis auf die altorientalische Hethiterzeit zurückgeht. Bauliche Überreste von Angora bzw. Ankyra finden sich aus hellenistischer und römischer Zeit, z.B. der Tempel des Augustus und der Roma, und vor allem im Burgbezirk (Kale) aus der Zeit des Osmanischen Reiches. Sehenswert ist das Mausoleum des Staatsgründers Atatürk, das auf einem begrünten Hügel über der Stadt liegt und als nationales Ehrenmal dient. Weiter ging es nach Kappadokien mit einer Übernachtung in Gülşehir und der Besichtigung der faszinierenden Vulkan-Tuff-Landschaften, deren kulturhistorische Bedeutung in der Kürze der Zeit gar nicht angemessen gewürdigt werden konnte. Sehr bald am nächsten Tag ging die Fahrt dann von Ankara weiter nach Kappadokien mit einer Übernachtung im Kepes Otel in Gülşehir, das als moderne, großzügige Anlage auf dem Hügel über der Stadt gelegen ist und damit fast den Charakter einer Burg einnimmt. Kappadokien ist eine der natur- und kulturgeographisch reizvollsten, ja spektakulärsten Landschaften der Türkei und wohl einmalig auf der Welt. Zehntausende vulkanische Tuffkegel, im Tertiär durch Ausbrüche der Vulkane Erciyes Dağı im Osten bei Kayseri und Hassan Dağ im Westen bei Aksaray und Nevşehir entstanden, schaffen eine tief zerfurchte fast unwirklich erscheinende Landschaft, in deren Tälern Obst-, Gemüse- und Weinanbau zu finden sind. Bis heute graben die Menschen der Dörfer Kappadokiens Wohnhöhlen in den weichen Tuff. Die ältesten Höhlensiedlungen stammen aus der Bronzezeit (Zelve). Berühmt sind vor allem die schmuckvoll ausgemalten frühchristlichen Höhlenkirchen und -klöster bei Göreme. Die Rundfahrt war leider nur sehr kurz – über die Gründe haben wir schon berichtet – und endete wie jedes Mal mit dem Wunsch, doch länger zu bleiben oder zumindest bald wieder zu kommen! Die Weiterfahrt erfolgte durch das tafelglatte Steppenbecken zwischen Ankara, Kappadokien und Konya, in dessen Mitte der große Salzsee Tuz Gölü liegt. Die Ost-West-Straße, der wir hier folgen, gehört zu den uralten Heerstraßen, die schon Assyrern, Hethitern und anderen altorientalischen Völkern und Heeren ebenso gedient hatten wie später Alexander dem Großen und den imperialen Römern. In der Zeit der Seldjuken gehörte das Gebiet zwar formal noch zu Byzanz, wurde aber von den muslimischen Seldjuken-Sultanen beherrscht, die hier ein Netz von gesicherten Handels-, Pilger- und Heerstraßen durch ganz Anatolien bis hin in den Iran anlegten, die mit regelmäßigen befestigten Karawansereien, den Sultanhanı, den Reisenden nächtlich Schutz und Unterkunft boten. Wie bei nahezu allen unseren Reisen durch Anatolien besuchten wir das eindrucksvoll restaurierte Sultanhanı Aksaray, eines der größten Bauten dieser Zeit. Über meine Erlebnisse in diesem Ort vor über dreißig Jahren aus Anlass meiner Iran-Reise habe ich an anderer Stelle berichtet. Schließlich wurde Konya mit zwei Übernachtungen im Otel Tur, wo unsere Gruppen seit zwanzig Jahren in immer gleicher Gastfreundschaft begrüßt worden sind, noch zu einem Schwerpounkt unserer Rundreise. Konya als altes geistiges Zentrum der islamischen Türkei in der Seldschukenzeit bietet mit der Grabmoschee des Mêvlâna Djelladin Rûmi, des Gründers des „Ordens der tanzenden Derwische“ und Autor eines der wichtigsten mystischen Schriften, die weit über den Islam hinaus gewirkt haben, und den seldschukischen Bauten der Âlaeddin-Moschee und der Medresen des dreizehnten Jahrhunderts im Stadtzentrum, die unter dem Schutz des Welterbes der UNESCO stehen, mehr als genug Anregungen und erinnernswerte geistige Anstöße. Zentrum der seldjukischen Kunst und Macht im 12. und 13. Jahrhundert u.Z. war Konya. In dieser Zeit gründete der Philosoph und Dichter Djelladin Rûmî hier den islamisch-mystischen Orden der „Tanzenden Derwische“, die einen spirituellen und dabei weltoffenen und liberalen Islam verbreiteten. Dieser „verehrte Lehrer“, Mêvlâna, wurde am Ort seines Wirkens begraben. Die „Tekke“ des Mêvlâna mit ihrem grünen Zeltdach wurde zum Wahrzeichen Konyas. Sie ist heute nicht nur Museum sondern weiterhin Pilgerstätte für viele Muslime und auch Mystiker aus anderen Kulturkreisen. Neben dem Mêvlâna, wie heute auch das Gebäude selbst genannt wird, finden wir in Konya wichtige Bauwerke aus der Seldjuken-Zeit – die Âlâeddin Camii, die Ince Menare und die Karatay Medrese –, die zum UNESCO-Welterbe der Kultur zählen. Seit dieser Zeit ist Konya ein geistiges, islamisches Zentrum der Türkei und gilt daher als eher konservative Stadt. Hier wurde schon vor Jahrzehnten die erste islamistische Stadtregierung gewählt, was auch als Protest gegen die Übermacht Ankaras und Istanbuls zu werten ist. Bemerkenswert ist aber, dass Konya mit seinen ca. 500.000 Einwohnern heute eine der modernsten und städtebaulich gepflegtesten türkischen Städte ist. Elendsviertel (Gecekondus) wie in den Metropolen gibt es hier nicht; die Stadt ist heute eher wohlhabend. Im letzten Jahrzehnt wurde ein umfangreiches kommunalpolitisches Erneuerungsprogramm mit dem Bau einer Stadtbahn, der Errichtung einer ökologischen Kläranlage, der Erneuerung der Trinkwasserversorgung und mit einem umfangreichen Programm zur Nutzung der Solarenergie in den Wohnhäusern zur Warmwasser- und Stromerzeugung durchgeführt. Dabei spielten gute Kontakte zu deutschen Hochschulen und Firmen eine große Rolle. Konya kann für uns willkommener Anlass sein, sich neue Gedanken über die Möglichkeiten der Modernisierung in einem „Schwellenland“ wie der Türkei vor dem Hintergrund seiner traditionellen Kultur zu machen. In wichtigen Aufsätzen können die Modernisierungsprozesse in der Türkei als Beispiel für das historisch-soziologische Modell des nation building in den Regionen der „Semiperipherien“ dienen. Unsere Gruppe war wieder im Otel Tur untergebracht, deren Besitzer Mustafa und Kadir Akseki ich jetzt seit zwei Jahrzehnten kenne. Das Hotel ist klein und hat mit vierundzwanzig Betten in Zwei- bis Vierbettzimmern gerade so viel Platz, unsere Gruppe unterzubringen. Die Lage ist ideal in einer kleinen Seitenstraße direkt mit Blick auf das Mêvlâna. Der Umgang ist familiär-freundlich und, da ich zu den ersten Gästen nach der Eröffnung gehörte, fast familiär. Ich werde es wohl nicht versäumen, im Rahmen von Türkei-Reisen Konya und das Otel Tur zu besuchen… Der Rückweg führte uns dann an der Ägäis-Küste entlang über Ephesus und Pergamon sowie Troja nach İstanbul. Am Mittwoch, 30. März, flogen wir dann vormittags nach Hannover zurück, wobei die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wegen des frühen Eincheque-Termins und der schlechten Erreichbarkeit des Flughafens die Nacht in der Flughafenhalle verbrachten. Allgemeine Überlegungen Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Fahrt trotz der eigentlich zu kurzen Zeit und dem allzu knapp kalkulierten Budget gerade auch wegen der unermüdlichen Hilfe der Kolleginnen und Kollegen der İstanbul Lisesi – denen wird dafür ganz herzlich danken –, aber auch besonders durch die aktive und verantwortungsbereite Mitarbeit unserer Schülerinnen und Schüler ein erlebnisreicher und für die Schule fruchtbarer Erfolg geworden ist. Dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Gastgeber in vielen Fällen spontan zu Gegenbesuchen in Hannover eingeladen haben, spricht für den Sinn und Wert gerade auch der persönlichen Begegnungen im Rahmen der Arbeit einer UNESCO-Projektschule. Um nun auf unsere eigenen Einschätzungen zu kommen: Die Reise war, auch wenn im Programm durch die Kürze der Zeit ebenso wie durch die zu knappe Finanz-Kalkulation einige Abstriche gemacht werden mussten, ein Erfolg, der für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante und erinnernswerte – wenn auch bei den Einzelnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Erfahrungen und auch im Sinne der Schule Bildungsinhalte vermitteln konnte. Diese Bildungsinhalte, dazu die Möglichkeit, menschliche Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen, dazu die Wiederbelebung und der Erhalt der seit zwanzig Jahren bestehenden Partnerschaft und Freundschaft mit der İstanbul Lisesi, die uns vielfältige schulisch wertvolle Möglichkeiten bietet, die Türkei als aktuelles Partnerland Deutschlands zu erleben und zu verstehen. Die Ergebnisse ermutigen dazu hieraus wieder eine zwar sicherlich formal offene, jedoch inhaltlich gewichtige Perspektive der Partnerschafts-Kontinuität zu entwickeln. Dass wir, über bestehende Freundschaften vermittelt, auch einige wenige Gäste aus anderen Schulen mitgenommen haben, ist dabei sicher nicht unbedingt typisch, stört jedoch die Gesamtkonzeption nicht, gerade da auch diese Schülerinnen und Schüler versucht haben, ihre jeweilige (z.B. Sprach-)Kompetenz zum Nutzen der Reisegruppe einzubringen. Den pädagogischen Zielen, die hinter dieser Fahrt standen, konnten wir sicher in Ansätzen ebenso gerecht werden, wie dem Ziel des Wieder-Belebens der Kontakte mit der İstanbul Lisesi. Die Situation in der Türkei Dies ist auch das Stichwort, über einige äußere Probleme zu berichten, die ohne die unermüdliche Hilfe unserer Partnerschule und hier vor allem der Kollegin Aftab Kaval mit Unterstützung des Leiters der Deutschen Abteilung der İstanbul Lisesi, Herrn Schopp, von uns nicht oder nur unter noch größeren Einschränkungen des Angebotes für unsere Schülerinnen und Schüler gelöst werden konnten. Auch vorherige auf verschiedenen Wegen genutzte Kontakte in die Türkei konnten nicht in dem Maße vorhersehbar machen, dass die Preisentwicklung in der Türkei gerade im unteren Preissektor des Dienstleistungsgewerbes, der für uns maßgeblich war, abweichend von der Entwicklung im Hochpreissektor des Tourismus, der im Rahmen der Konzernangebote kontinuierlich billiger geworden ist, schneller als erwartet und in für uns nahezu unbezahlbar gewordene Höhen gestiegen ist. Im Hotelbereich haben sich die Preise in den einfachen Hotels im letzten Jahrzehnt um z.T. mehr als das Vierfache erhöht, und auch im Verkehrsgewerbe sind sowohl anzumietende Busse als auch die Linienbusverbindungen deutlich teurer geworden. Sozial gesehen ist dies durchaus nicht unerfreulich, wenn man an die unvorstellbar schlechten Einkommen und Ertragsbedingungen in diesen Sektoren in vergangener Zeit denkt, so dass doch die ökonomische Entwicklung im Sinne einer strukturellen Modernisierung sich etwas den Standards der süd-westeuropäischen Länder angleicht. In Zukunft müssen wir bei unserer Reiseplanung verstärkt diese Tendenzen berücksichtigen, was sicherlich auch eine etwas längere Vorbereitungsdauer nach sich ziehen wird. Für uns bedeutete das zunächst, dass die Option der längeren Rundreise – aber auch aus zeitlichen Gründen! – nicht zu realisieren war und wir uns mit einer kürzeren Rundfahrt mit den Zielen Ankara, Kappadokien und Konya, über die wir weiter oben schon kurz berichtet hatten, begnügen mussten. Das erste Angebot für eine Busanmietung bei der Firma, bei der wir in der Vergangenheit unsere Kleinbusse mieten konnten, war so hoch, dass es den kalkulierten Preis um das Doppelte überstieg. Mit Hilfe der Schule und durch geschicktes telefonisches Verhandeln durch Aftab, konnte ein anderes Unternehmen gefunden werden, das in seinem Angebot für einen siebenundzwanzigsitzigen Bus mit Fahrer und ohne zusätzliche Berechnung des Treibstoffes gerade noch im Rahmen des Möglichen blieb. Mit der Übernahme der Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Fahrer mussten wir dabei ca. 1000 € zahlen. Die Hotels, die wir auf Grund eigener früherer Erfahrungen von İstanbul aus buchten, entsprachen dem oben genannten Preistrend. Aftab gelang es jedoch, deutliche Gruppenrabatte auszuhandeln, da die Saison noch nicht begonnen hatte und gegenüber einer Schülergruppe zusätzlich die Bereitschaft zu einem ermäßigten Preis bestand. Durch die landesübliche Zahlung in Euro konnte in einigen Fällen noch eine abschließende Abrundung des Gesamtpreises erreicht werden. Dafür musste aber auch gesagt werden, dass die Hotels in ihrem Service und ihrem immer noch angenehmen Komfort – bis auf das Fehlen der Heizung in den Zimmern des eigentlich nur als Saison-Unterkunft gedachten Hotels Kepes in Gülşehir gerade bei einer kalten kappadokischen Nacht mit Frosttemperaturen – eine gute und angemessene Gegenleistung für ihren Preis brachten, mit dem wir zufrieden sein konnten. Auch nicht alle Eintritte konnten noch gemeinsam bezahlt werden. Die Pflichtbesuche des Programms, z.B. das Hethiter-Museum in Ankara und das Mêvlâna-Museum in Konya, wurden von uns zentral bezahlt – auch hier wieder danken wir für die sprachliche Hilfe durch einige unserer Mitreisenden, die damit die jeweils günstigste Preisstufe ausgehandelt haben – und haben die jetzt doch deutlich werdende, wenn auch sicher noch erträgliche Überziehung des Reise-Budgets noch etwas weiter erhöht. Da wir landesüblich fast alles ohne Quittungen und wechselnd in Euro oder neuen türkischen Lira bezahlt haben, ist eine centgenaue Abrechnung sicherlich nicht möglich, belegen können wir sie ohnehin nicht und sind auf das Vertrauen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihrer Eltern angewiesen (das wir andererseits auch immer unserer Reisegruppe gegenüber angewendet haben). Was haben wir also auf unserer Türkei-Reise besucht und gesehen? Zusammen mit unserer Reisegruppe haben wir folgende Orte als für uns besonders interessant und erinnernswert zusammengestellt – auch wenn dies etwas den Charakter eines kleinen „Reiseführers“ annehmen könnte: Doch sollte unser erster Reisebericht hier enden, um für spätere Gelegenheiten eines umfangreicheren gemeinsamen Berichtes noch Raum für die vielen großen und kleinen Erlebnisse zu lassen und insbesondere auch die Erlebnisperspektiven der Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen zu lassen. Wir können jetzt nur hoffen, dass auch die Einladungen zu Gegenbesuchen aus İstanbul in Hannover erfolgreich organisiert werden können und dass der weitere Kontakt zu unserer Partnerschule nach dieser so erfolgreichen Reise nicht wieder einschläft, sondern weiter mit Leben gefüllt werden kann. Auch hoffe ich, dass sich in den nächsten Jahren auch für mich persönlich wieder eine Gelegenheit ergibt, mit einer interessierten Gruppe die Türkei zu besuchen. Gerhard Voigt |
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Verantwortlich für diese Seite Gerhard Voigt, OStR i.R. - Kontakt vgl. Impressum Bearbeitungsstand: 25.12.2008 Letzte Bearbeitung: 25.02.2011 |
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