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Die Türkei-Reise 1992
der Bismarckschule Hannover

Ein erster Erfahrungsbericht

Vom 2.10. bis 16.10.1992. İstanbul / Partnerschule İstanbul Lisesi - Bursa - Ankara- Kappadokien / Göreme - Sultanhanı - Konya - Manavgad - Side - Antalya - Termessos - Pamukkale - Priene -  Ephesus / Efes - İzmir (gemieteter Midibus)

von Gerhard Voigt

I. Die Planung der Reise

Von unserer Partnerschule in der Türkei, der Istanbul Lisesi, erhielten wir im Frühjahr 1992 - anknüpfend an unsere Vereinbarungen beim letzten Besuch einer türkischen Schülergruppe in der Bismarckschule 1990 unter der Leitung des dortigen stellvertretenden Direktors, Herrn Hamit Alkir, und die darauf folgende Korrespondenz mit Herrn Bangert, dem Leiter der deutschen Abteilung der Istanbul Lisesi, die Einladung, dieses Jahr im Herbst wieder mit einer Reisegruppe unsere langjährigen Freunde in der Türkei zu besuchen.

Nachdem vergangenes Jahr die geplante Reise wegen innerschulischer Belastungen verschoben werden musste, wagen wir dieses Jahr einen neuen Versuch und versammeln interessierte und aufgeschlossene Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 in der Türkei-AG, die in leider nur allzu kurzer Zeit unsere Türkei-Reise vorzubereiten hatte.

Unsere Konzeption sah ursprünglich - orientiert an unserer letzten Türkeireise - vor, während des Besuches unserer Partnerschule in Istanbul bei Gastfamilien aufgenommen zu werden; doch, wie noch zu berichten sein wird, musste hier mit der Unterbringung im Schulinternat vorlieb genommen werden. Der anschließende Teil unserer Reiseplanung, eine Rundreise durch die westliche Türkei, wurde mit nur unwesentlichen Modifikationen, die an Ort und Stelle notwendig wurden, von uns durchgeführt. Der Osten der Türkei, den wir in einer älteren Planung gerade in Hinblick auf die dramatischen Veränderungen durch den Bau des Atatürk-Stausees besuchen wollten, haben wir schon von Beginn unserer neuen Planungen an wegen der aktuellen Konflikte aus unserem Programm genommen. Im Mittelpunkt unseres Interesses standen nun die Hauptstadt Ankara, die Landschaften Kappadokiens um Göreme und Ürgüp, die Selçukenstadt Konya und die klassischen Küsten des Mittelmeeres und der Ägäis.

Wir fliegen mit dem Flugzeug in einem Charterflug der Öger-Türk-Tours, der uns vom Reisebüro UMUT vermittelt wurde, von Hannover nach Istanbul und zurück von Izmir aus, um noch einen Tag Rückreise zu sparen. Ursprünglich wollten wir im Lande selbst mit dem regulären Linienbus fahren; doch ermöglichte uns die Istanbul Lisesi die Anmietung eines preiswerten "Midi-Busses" mit 27 Sitzplätzen zu eben dem Preis, den wir für unsere Bustickets vorgesehen hatten. Auf der einen Seite erleichterte uns das die Programmplanung sehr, auf der anderen Seite waren unsere beiden Busfahrer permanenter Anlass für langwierige Diskussionen über den Programmablauf, die Fahrtroute und die Bezahlung, was alle in vielen Orientreisen entwickelte Fähigkeiten an Verhandlungsgeschick und -ausdauer forderte! Die Unterkunft und Verpflegung wurde auf einfachstem Niveau entsprechend unserer knappen Kasse organisiert. Doch scheint die Ernährung (einschließlich der tagsüber verzehrten trockenen Kekse und der Wasser- und Cola-Diät) ausreichend gewesen zu sein, da niemand ernsthaft verhungert ist. Insgesamt war so die Reise nicht nur interessant und lehrreich, nicht nur angefüllt mit Kontakten und freundschaftlichen Begegnungen, sondern insgesamt, denke ich, ein eindrucksvolles Erlebnis und ein großer Spaß für alle - auch wenn die individuellen Interessen in der Gruppe zwischen Baden, Einkaufsbummel im Touristen-Basar und Antike doch recht weit gestreut waren. Die Kosten pro Person konnten wie geplant bei knapp über 1000.-- DM für Flug (540.-- DM) und 14 Tage Programm, Verpflegung und Unterkunft in der Türkei gehalten werden.

Die Reise ist Teil der UNESCO-Arbeit der Bismarckschule Hannover und steht in der Folge der gegenseitigen Besuche von Schülern und Lehrern in der Schulpartnerschaft zwischen der Bismarckschule Hannover und der Istanbul Lisesi. Die Unterbringung in Istanbul im Internat der Partnerschule; das Programm und die Verpflegung der Gruppe übernahm in fürsorglicher und freundschaftlicher Form die Partnerschule während des Aufenthalts in Istanbul; an einzelnen Programmpunkten, auch über das "Hineinschauen" in den türkischen Unterricht hinaus, wurden Schülerinnen und Schüler der Istanbul Lisesi beteiligt. Entsprechend der Einbindung in die UNESCO-Projektschul-Konzeption der Bismarckschule hat der UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., die inhaltliche Betreuung der Veranstaltung übernommen. Es wird dabei gewünscht, dass sich die Reiseteilnehmer über die aktuelle Reise hinaus als Vereinsmitglieder an der weiteren UNESCO-Arbeit beteiligen. Die Leitung der Türkei-Reise haben Gerhard Voigt und Ulrich Wehking übernommen. Als "Reserve" für einen eventuellen Notfall stand Till Büthe bereit. An der Fortsetzung der Türkei-Arbeit in den nächsten Jahren werden sich noch Günter Fuchs, der schon an der Türkei-Reise 1989 teilgenommen hatte, und Lothar Nettelmann beteiligen, so dass eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Schulpartnerschaft gesichert erscheint.

II. Eine problematische Planungssituation

Die Vorbereitung des Besuches in unserer türkischen Partnerschule, der Istanbul Lisesi, und der daran anschließenden Informationsfahrt durch die westliche Türkei im Herbst 1992 hatte mit recht ungünstigen Voraussetzungen und einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem konnte die Reise planmäßig in der Zeit vom 2. - 16.10.92 stattfinden und wurde insgesamt inhaltlich und menschlich ein gleicher Erfolg wie die letzten beiden Reisen im Rahmen der UNESCO-Schulpartnerschaft unserer Schule. Vor allem der Besuch in unserer Partnerschule wurde dankbar und freudig aufgenommen und zu einem Zeichen für die Kontinuität und Festigkeit unserer Partnerschaftsbeziehung. Dies war letztlich auch das zentrale Argument für uns, die Reise mit einer sehr kleinen und nach meinen Vorstellungen doch nicht intensiv genug vorbereiteten Schülergruppe zu unternehmen. Nachdem im letzten Jahr, 1991, die damals geplante Türkei-Reise wegen unüberwindlicher organisatorischer Schwierigkeiten in der Bismarckschule (Stundenplan- und Terminprobleme, Arbeitsüberlastung der beteiligten Kollegen) abgesagt werden musste, was uns gerade in Hinblick auf unser Interesse an einer funktionierenden Schulpartnerschaft besonders leid tat, konnten die Vorbereitungen für 1992 erst verspätet beginnen, da wir zunächst von einer Beteiligung unserer Theater-AG unter Till Büthe an dem in Istanbul im Mai 1992 geplanten türkisch-deutschen "Festival" unserer Partnerschule ausgingen, was sich aus personellen Gründen zerschlug.

Der erwartete Besuch aus Istanbul konnte dann wegen der Unterrichtsversäumnisse im Istanbuler "Schneewinter" 1991/92 auch nicht stattfinden, so dass wir in eine ernsthafte Reiseplanung erste zwei Monate vor den Sommerferien eintreten konnten - zu spät für viele an der Reise interessierten Schülerinnen und Schüler. So kam es dann auch zu mehreren vorläufigen Anmeldungen, die dann aus verschiedenen Gründen zurückgezogen wurden. Noch wenige Tage vor dem Abflug musste eine Teilnehmerin wegen eines Autounfalls und der dabei erlittenen Verletzungen absagen. Eine kleine Reflexion der dadurch entstehenden Probleme - die Reise war dadurch akut gefährdet! - ist sicherlich angebracht. So überzeugend und ehrlich die einzelnen genannten Hinderungsgründe auch sein mögen [hier persönliche Vorwürfe zu machen, liegt mir fern!], so fällt es doch auf, dass die Neigung und Bereitschaft zu spontanem und kurzfristigen Rückzug von eingegangenen Verpflichtungen heute sehr häufig zu beobachten ist und längerfristige Planungen oft sehr belastet. Hier sind Veränderungen in der Alltagskultur unserer Gesellschaft zu beobachten, die auch negative Auswirkungen gerade auf das erwartete Engagement derer haben, von denen die notwendigen Aktivitäten in unserer Gesellschaft, sei es in der Schule, in der Öffentlichkeit oder der Politik, erwartet werden. Viel Leerlauf und letztlich erfolgloses Bemühen wird dadurch provoziert.

Die so übrig gebliebene Reisegruppe ist mit acht Teilnehmern recht klein, wenn auch im zwischenschulischen Vergleich und im Sinne der internationalen Begegnung und ihrer Multiplikatorenwirkung noch arbeitsfähig. Zwei Lehrer müssen die Gruppe bei einer aufwendigen Auslandsreise ohnehin aus Sicherheitsgründen begleiten; die daraus erwachsenden Belastungen für den Schulalltag sind uns durchaus bewußt und sind gegenüber der Bedeutung des Türkei-Austausches sorgfältig abzuwägen. Diese Aufgabe übernahmen 1992 Gerhard Voigt und Ulrich Wehking; aus Elternkreisen begleitete uns als zusätzliche Begleitperson der Stiefvater von André, Herr Rainer Meese, was sich nicht nur wegen seines Engagements und seiner selbst erworbenen Türkisch-Kenntnisse, sondern vor allem wegen seiner konstruktiven und freundschaftlichen Art, mit der er das Gruppenprogramm stützte, ein außerordentlicher Glücksfall für uns war. André und seine Familie gehörten zu den Wenigen, die bei dem letzten Besuch unserer türkischen Gäste in Hannover bereit waren, einen Schüler bei sich aufzunehmen, woraus sich eine dauerhafte Verbindung und Freundschaft ergab, an die sie in Istanbul erneut anknüpfen konnten! So denke ich, dass auf der menschlichen Ebene in der Reisegruppe kaum ernsthafte Probleme aufgetreten sind - wobei ich die Schwierigkeiten in der Restaurantwahl für ein allen genehmes Abendessen und die manchmal notwendigen - rechtlich aus unserer Sicht gebotenen - Einschränkungen bei Wünschen nach nächtlichen Unternehmungen und Disko-Besuchen oder das ambivalente Interesse einiger Teilnehmer an antiken Ruinenstätten nicht für wesentlich oder die Erinnerung ernsthaft trübend einschätze. Wenn wir schon bei persönlichen Animositäten sind: in Zukunft werde ich es schon in den Reisebedingungen klar machen, dass während der Fahrt im Bus keine Musik über Bordlautsprecher ertönen sollte; hierzu gibt es schließlich heute den "walkman"! Die Geschmacksdivergenzen und das individuelle Ruhebedürfnis sind hier sicherlich höherrangig als die süchtige Abhängigkeit von dauernder Musikberieselung - nach meiner Einschätzung eine akustische Umweltverschmutzung!

Doch zurück zu den "essentials" unserer Türkeireise, den Zielen und Inhalten: Uns scheint der Kontakt mit der Türkei gerade in der gespannten innergesellschaftlichen und innenpolitischen Situation in Deutschland ein bedeutsames interkulturelles Zeichen zu sein, dessen politische Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte. Sieht man hinzu, dass von türkischer Seite her sehr eindringlich der Wunsch geäußert wird, die Kontinuität der Kontakte und Begegnungen zu wahren, und berücksichtigt man, dass dieser Kontakt dem gegenseitigen Lernen und der interkulturellen Erfahrung auf beiden Seiten dient, sind sehr konkrete Folgewirkungen schon jetzt zu beobachten. Das Interesse ist gegenseitig und jeweils auch in die eigene Gesellschaft hinein wirksam! Die kontinuierliche Türkei-Arbeit tritt damit in der UNESCO-Projektarbeit unserer Schule ergänzend und erweiternd neben unseren traditionellen Arbeitsschwerpunkt Polen.

Wir erwarten nun für 1993 wieder einen Besuch aus Istanbul an unserer Schule und hoffen, dass die ökonomische Entwicklung der Türkei diese Reise noch möglich machen wird. Auch wir werden im nächsten Jahr wieder, diesmal frühzeitiger, mit der Perspektivplanung weiterer Türkeireisen beginnen.

III. Zum Verlauf der Reise

Mit der Flugbuchung wurde das Reisebüro  UMUT-Reisen in der Limmerstraße 69, 3000 Hannover 91, beauftragt. Der Charterflug wurde von Öger-Türk-Tours veranstaltet, mit denen wir auch schon unsere letzten beiden Reisen unternommen hatten. Erfreulich war die unbürokratische und kurzfristige Buchung ohne Stornostaffeln, allein mit einer zehnprozentigen Anzahlung bei unserer Buchung, wobei bei der notwendigen Reduzierung der Teilnehmerzahl zum endgültigen Buchungstermin zwei Tage vor dem Abflug der Anzahlungsbetrag voll auf den nun gezahlten Flugpreis angerechnet wurde. Der Preis nach und von Istanbul betrug 490,-- DM, der Abflug von Izmir schlug - bei einem Direktflug nach Hannover - mit zusätzlich 50,-- DM pro Person zu Buche. Hier wäre es wünschenswert, wenn auch unsere Schulleitung etwas mehr Initiative entwickeln würde, eine gerechtere Finanzierung der Aufwendungen der mitreisenden Kollegen zu finden und nicht den erzwungenen Reisekostenverzicht als selbstverständlich akzeptieren würde. Hieran könnten in Zukunft solche aufwendigeren UNESCO-Programme scheitern. - Der Rückflug erfolgte leider schon am Vormittag des 16. Oktober; spätere Flüge waren nicht verfügbar. Ansonsten war die Flugreise unproblematisch und routinegemäß professionell.

Am Freitag, 2.10., trafen wir uns um 18 Uhr auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen zu unserem Flug nach Istanbul mit BIRGENAIR BHY 241, der um 20 Uhr begann. Der Flug in einer DC 10 war ruhig und problemlos bis zur Landung in Istanbul gegen Mitternacht Ortszeit. Wir wurden dann am Samstag, 3.10., um 1 Uhr in der Frühe mit einem Schulbus der Istanbul Lisesi abgeholt. Vorher gab es noch einige Verzögerungen, da das Gepäck von Herrn Meese nicht aufzufinden war und ich derweilen auf der Suche nach den "Abholern" der Schule den Sicherheitsbereich der Ankunftshalle verlassen musste. Erst einige Anrufe beim Flughafen am nächsten Vormittag und eine Intervention von Hamit Bey bei dem Sicherheits-Chef des Flughafens brachten das Gepäck wieder zum Vorschein.

Wir wurden nach der nächtlichen Ankunft auf dem Schulgelände im Schulinternat untergebracht. Am Vormittag trafen wir dann unseren Freund und Kollegen Hamit Alkir, den stellvertretenden Direktor der Istanbul Lisesi. In einem freundschaftlichen Gespräch mit Hamit Bey stellte es sich dann heraus, dass es bei der Planung unseres Besuches in Istanbul noch unerwartete Schwierigkeiten gegeben hatte. Nach der Einladung war unsere Bestätigung und unsere Teilnehmerliste durch einen wohl verzögerten Postweg erst nach Beginn der türkischen Sommerferien bei der Deutschen Abteilung eingetroffen - und über die Ferien liegen geblieben. Erst nach dem Anruf von Herrn Bangert, dem Leiter der deutschen Abteilung der Schule, wenige Tage vor unserer Abreise in Hannover und nach Bestätigung unserer Reisepläne, konnten in Istanbul die konkrete Vorbereitung für unseren Aufenthalt beginnen. Die türkische Schulleitung wurde so von unserem Ankunftstermin erst vier Tage vorher informiert. Eine Unterbringung in Gastfamilien war daher nicht mehr zu organisieren. Dennoch bemühte sich die Schule mit allen ihren Kräften, uns einen erlebnis- und kontaktreichen Aufenthalt in Istanbul und in der Schule zu ermöglichen, uns soviele Informationen wie möglich zu vermitteln und uns bei unserer Planung der weiteren Studienreise durch die Türkei zu helfen. Unübertroffen war dabei wieder die freundliche Zuwendung und Betreuung durch Hamit Bey, dem wir dafür ganz herzlich zu danken haben. Ich denke, er ist der gute Geist des Schulpartnerschaftsprogrammes zwischen unseren Schulen. Mit ihm zusammen, der am Samstag wegen zusätzlicher "Wochenendkurse", wie sie an den türkischen Elitegymnasien für Schulbewerber üblich sind, in der Schule anwesend war, haben wir dann die weitere Programmplanung durchgesprochen. Unsere Schülerinnen und Schüler waren  mit einem türkischem Schüler im Basar und sammelten erste Eindrücke von dieser überwältigenden Stadt. Das Mittagessen und das Abendessen wurden in der Schule eingenommen. Die Lehrer folgten abends einer Einladung von Hamit Bey zu einem Essen in einem nahe gelegenen Restaurant.

Der nächste Tag, der Sonntag, 4.10., war erholsam und erlebnisreich. Auf Einladung von Hamit Bey unternahmen wir eine ganztägige Schiff-Fahrt auf dem Bosporus, die von einem Fischessen in Anadolu Kavagi gekrönt wurde. Dann folgte abends für uns Lehrer noch eine zusätzliche Einladung von Hamit Bey zu einem festlichen Abendessen im "Lehrer-Club". Wir hoffen, dass es uns gelingen möge, bei einem zukünftigen Besuch unserer türkischen Freunde in Hannover diesem Maß an Gastfreundschaft und Zuwendung Entsprechendes entgegenzusetzen!

Am Montag, 5.10., waren wir vormittags in der Schule; nach einem Empfang beim Direktor gingen die Schüler für einige Stunden in den Unterricht mit, während wir Lehrer in einem Gespräch mit Herrn Bangert die Perspektiven unserer Schulpartnerschaft erörterten. Hier gibt es einiges neu zu überdenken, was sich aus der unterschiedlichen Schulorganisation ergibt. In der Istanbul Lisesi sind der Leistungsdruck und die zeitliche Belastung der Schülerinnen und Schüler derzeit vor allem in den oberen Klassen, der Lise, so hoch, dass an eine Auslandsfahrt während der Schulzeit kaum zu denken ist; die verschiedenen Schulpartnerschaften der Istanbul Lisesi konzentrieren sich daher zunehmend auf die Mittelstufe, die Orta. Das bedeutet, dass die Schüler, die nach Hannover kommen können, zwischen dreizehn und fünfzehn Jahre alt sind - was für die Interessen und Programme während der Reise sicher gravierende Folgen hat. Da wir im Prinzip die Unterbringung in Familien beibehalten wollen, was in etwa doch Gleichaltrigkeit voraussetzt, wären bei uns bestenfalls die siebten und achten Klassen angesprochen. Aus diesen in der Bismarckschule aber kontinuierlich Türkei-Arbeitsgemeinschaften und Reise- und Austauschgruppen zusammenzustellen, ist sehr schwierig, wenn nicht unmöglich. Als konkrete Perspektive sehen wir hier eigentlich nur die Möglichkeit, den türkischen Besuchern jeweils den zeitlichen "Erstrang" zuzubilligen und zu versuchen, unsere Gäste in Familien unserer unteren Klassen unterzubringen, um dann gerade an diese Schülerinnen und Schüler das Angebot zu machen, in den darauf folgenden Jahren an dem Schulpartnerschaftsprogramm teilnehmen zu können. Gegenseitige Toleranz, wenn in manchen Fällen das Prinzip der Gleichaltrigkeit nicht ganz eingehalten werden kann und wenn von unserer Seite auch wieder etwas ältere Schülerinnen und Schüler mitfahren, müsste zwischen den Schulen vereinbart und selbstverständlich akzeptiert sein. In diesem Sinne will Herr Bangert in den nächsten Wochen noch einmal an unsere Schulleitung schreiben, was die Grundlage für einige Planungsgespräche in der Bismarckschule sein wird. Dabei hoffen wir, dass sich, gerade in Anbetracht der herzlichen Aufnahme unserer Gruppe in Istanbul, der geplante Besuch einer türkischen Schülergruppe im Frühjahr 1993 in Hannover konstruktiv realisieren lässt. Persönlich denke ich aber, dass es notwendig ist, gerade in den unteren Klassen nicht nur in Privatinitiative der beteiligten Kollegen und über die Klassenlehrer sondern in einer - hoffentlich - eindringlich werbenden Stellungnahme durch den Schulleiter selbst bei Schülern und Eltern über die UNESCO-Arbeit (z.B. den UNESCO-Club!) und die Schulpartnerschaftsaktivitäten mit der Istanbul Lisesi zu informieren. Zusätzliches schriftliches Informationsmaterial kann und wird der UNESCO-Club und in seinem Rahmen die TÜRKEI-AG zur Verfügung stellen.

Zurück zu unserem Programm in Istanbul! Mit einigen Anrufen mit Hilfe von Herrn Bangert und Hamit Bey wurden die letzten Hotelbestätigungen eingeholt und die Anmietung eines eigenen Reisebusses organisiert. Unter der Begleitung von Herrn Wehking und Herrn Meese wurde ein gemeinsamer Stadtrundgang mit einer Besichtigung des Topkapi Saray unternommen. Zusätzliche Aufregung verursachte (auch bei unseren Gastgebern) eine Knie-Verletzung von Beatrice durch einen Sturz über einen Gully im Straßenpflaster. Nach einer Notversorgung in der Schule gingen wir, während der Rest der Gruppe den Topkapi Saray besuchte, zur Ambulanz des staatlichen Schularztes, wo die Wunde genäht wurde.

Der Dienstag, 6.10., war für die Schule frei wegen des "Istanbul-Feiertages" in Gedenken an die Rettung der Stadt vor hundert Jahren vor einer englischen Besetzung. So hatten wir Zeit und Ruhe für eine ausführliche Stadtbesichtigung, die sich auf die wesentlichen touristischen Sehenswürdigkeiten konzentrierte: Hagia Sophia, Sultan Ahmet Camii, Süleymaniye Camii und Basar. Das weitere Programm sollte inhaltlich eingehender von den Teilnehmern unserer Reise beschrieben werden, so dass ich mich hier auf einige kurze Bemerkungen und Stichworte konzentrieren kann, vor allem in Hinblick auf Erfahrungen, die bei der Vorbereitung und Durchführung kommender Reisen wichtig sein können.

Am Mittwoch, 7.10., begannen wir vormittags mit der Busfahrt nach Bursa. Wegen der langen Fahrstrecke - durch übrigens sehenswerte Gebirgslandschaften in der Umgebung des Ulu Dag und mit einer Fährfahrt über den Izmit Körfezi - musste sich die Stadtbesichtigung auf die beiden wesentlichen Bauwerke beschränken: die Ulu Camii, als Hallenkuppelmoschee des 15. Jahrhunderts Ausgangspunkt der osmanischen Baukunst uns Symbol der Hauptstadtfunktion Bursas vor der Eroberung Konstantinopels, und die Yeşil Camii und daneben die Sultansgräber in der Yeşil Türbe. Es folgte dann die Weiterfahrt nach Ankara. Entsprechend unserer Vorbuchung kamen wir, zum wiederholten Male, im Devran-Hotel am Opernplatz am Rande der Altstadt Ulus unter. In den vergangenen drei Jahren ist dieses Hotel, wie wir bald feststellen mussten, sehr herunter gekommen, unsauber und mit Kakerlaken "gesegnet", was einige sensible Teilnehmer unserer Reise zu einer improvisierten Nacht im Aufenthaltsraum bewog - und uns schließlich zu einer Abkürzung unseres Aufenthaltes in Ankara. Ein weiteres Problem wurde abends akut, das uns in unterschiedlicher Weise bei unserer ganzen Reise begleitete: die ständige Auseinandersetzung mit unseren Busfahrern. Faik Gizer und sein Sohn Erkan, selbst Besitzer des Fahrzeuges (eines japanischen ISUZU-Midi-Busses mit 27 Plätzen und Klimaanlage), waren kompetente Reisebegleiter; der Fahrstil des Vaters, der nahezu alle Strecken allein fuhr, war schnell, geschickt und "türkisch" (was uns manchmal etwas gewagt vorkam), und er fuhr uns pünktlich und unfallfrei. Dem entsprach aber auch sein Eigen- und Geschäftssinn, der mit unseren Vorstellungen immer wieder zusammenstieß. In unserem Kontrakt hatten wir uns verpflichtet, einen Fahrer auf unsere Kosten zu beherbergen und zu verpflegen. In Ankara stellte sich nun heraus, dass die beiden von uns finanziell gleichgestellt werden wollten. Die Auseinandersetzungen waren türkisch hart und erregt - letztlich aber nicht persönlich verletzend, so dass nach einem Telefonanruf in der Istanbul Lisesi, der unseren Standpunkt bestätigte, unsere Voraussetzung durchgesetzt wurde. Aber es kostete Zeit und Nerven und den eisernen Willen, Ruhe zu bewahren! dass in der Folgezeit die Fahrer, sehr hilfsbereit, weitere Hotelverhandlungen, Gaststättenreservierungen und Bezahlungen für Museumseintritte für uns übernahmen und erst jeweils abends mit uns abrechneten, und dabei, nachdem sie erst einmal akzeptiert hatten, dass unsere knappe Kasse tatsächlich - sehr zu ihrem Bedauern - nur jeweils unterste Preisniveaus zuließen, korrekt unsere Preislimits und ggf. Ablehnungen einhielten, war für uns eine gern akzeptierte Erleichterung (und entsprach dem Auftrag, den die Istanbul Lisesi den Fahrern mitgab, uns fürsorglich zu betreuen!), gab aber den beiden natürlich die Möglichkeit, in direkter Verhandlung hier und da für sich Freiplätze und Preisvorteile zu erhandeln, und so die Enttäuschung aus Ankara unter der Hand wett zu machen. Sei's drum, uns schadete das ja nicht! Problematischer war es, dass sie immer zielstrebig diejenigen Hotels und Gaststätten ansteuerten, deren Besitzer sie kannten und - so ist zu vermuten - die ihnen besondere Provisionen versprachen. So mussten wir einige Male unsere eigenen Vorstellungen doch recht vehement zur Geltung bringen. In der nächsten Übernachtung in Göreme gab es dabei menschlich problematische Verstimmungen, die zu einer harschen Kritik an unseren Fahrern von dritter Seite führte; doch davon gleich mehr.

Am Donnerstag, 8.10., erfüllten wir vormittags in Ankara das Programm, wegen dessen wir die türkische Hauptstadt besuchten: den Besuch des "Hitti Museum" [das archäologische "Museum der anatolischen Kulturen"], das zu den interessantesten und sehenswürdigsten archäologischen Sammlungen überhaupt gehört und romantisch in einem restaurierten Bedesten (überdachten Basar) und Han aus dem 16. Jahrhundert untergebracht ist, und die Besichtigung des "Anit Kabir", des Grabgebäudes Atatürks und türkischen Ehrenmales. Hier ist vor allem die zeitgeschichtlich-politische Bedeutung hervorzuheben; das Thema "Atatürk" ist als Grundlage jedes Verständnisses der Türkischen Republik für eine sinnvolle Vorbereitung einer Türkeireise unabdingbar. Der bei unseren Reisen sonst erwünschte und interessante Informationstermin beim türkischen Ministerium für Nationale Erziehung musste wegen der zu kurzen Vorbereitungszeit der diesjährigen Fahrt leider ausfallen. Wir hoffen, dass wir unsere nächste Reise, turnusgemäß voraussichtlich 1994, wieder mit fachlich kompetenten Informationsgesprächen versehen können.

Nachdem wir dieses Besuchsprogramm zwar intensiv aber doch zügig Mittags abgeschlossen hatten, beschlossen wir in Übereinstimmung mit unseren Busfahrern, die die Unsauberkeit des Hotels ebenfalls bemängelten, um 15.30 Uhr die vorzeitige Fahrt nach Göreme. Auf unsere Bitte hin rief der Sohn des Busfahrers bei der Grand Pensyon Avilar in Göreme an, um unser vorzeitiges Kommen anzukündigen und sagte ohne weiteren Kommentar, dass alles in Ordnung sei. In Göreme selbst stellte sich seine Information plötzlich anders dar, dass die Pension nicht frei sei und am Abend, es war schon gegen 23 Uhr, ohnehin nicht mehr zu erreichen sei. Der Busfahrer versteifte sich dabei auf ein preiswertes Hotel in Ortahisar und versicherte, dass es mit der Pension nach seinem Anruf keine Schwierigkeiten mehr geben würde. Das war nun offensichtlich ein Irrtum (um nichts Schlimmeres zu unterstellen). Am Abend des folgenden Tages war der Besitzer der Grand Pensyon Avilar in Göreme - übrigens nur wenige Minuten Busfahrt von unserem Hotel entfernt, ich hatte sie schon während unserer Rundfahrt durch Kappadokien tagsüber entdeckt! - in unser Hotel gekommen, um zu fragen, warum wir nicht am Abend gekommen waren, woraus wir schließen mussten, dass der Busfahrer uns telefonisch definitiv angemeldet hatte. Besonders unangenehm und peinlich war die Situation dadurch, dass wir die Buchung in der Pension auf ausdrückliche Empfehlung des sehr geschätzten Kollegen Ali Beltir von der Tellkampfschule vorgenommen hatten, der uns zudem noch ein Empfehlungsschreiben mitgegeben hatte. Herr Yusuf Imanoglu war daher zurecht sehr betroffen darüber, dass wir kurzfristig auf Anraten des Busfahrers ein anderes Hotel gewählt hatten, obwohl er schon ein Abendessen vorbereitet und Besichtigungsvorschläge für den nächsten Tag überlegt hatte, die für uns ohne Zweifel äußerst interessant und erfreulich gewesen wären. Ich musste ihm in allen Punkten Recht geben und habe mich eindringlich bei ihm entschuldigt und nur versucht zu erklären, wie es bei uns zu dem peinlichen Missverständnis gekommen ist. dass wir dabei keine persönlichen Angriffe auf unsere Busfahrer äußerten, sondern vor allem die Sprachschwierigkeiten betonen mussten, dürfte aus der Situation heraus verständlich sein. Doch verfolgte ich eine recht harte und emotionale Auseinandersetzung mit den Busfahrern, in die wir uns dann nicht mehr einmischten, die aber zu einer größeren Behutsamkeit im Umgang mit unseren Wünschen und Vorbereitungen in den folgenden Tagen führte. Ich gab den Empfehlungsbrief von Ali Beltir ab; die Freude von Yusuf Imanoğlu über diese freundlichen Zeilen, die er mir ins Englische übersetzte, war ersichtlich. Ich denke und hoffe, dass wir doch noch ohne bleibende Verärgerung und Resentiments voneinander geschieden sind - auch in unserer eigenen Überzeugung, wenn irgend möglich, bei unserer nächsten Türkeireise tatsächlich in der Grand Pensyon Avilar unterzukommen. Am Abfahrtstag, dem Samstag, haben wir dann Herrn Imanoğlu noch einmal in seiner Pension aufgesucht und einen Brief und ein Geschenk für Ali Beltir abgeholt; dass wir dabei freundlich noch mit Tee bewirtet wurden, ist für uns ein Zeichen für die herzliche kappadokische Gastfreundschaft. Danke!

Noch einmal zurück zu unserem Besichtigungsprogramm. Am Freitag, 9.10., haben wir ganztägig Besichtigungen in Kappadokien durchgeführt und dabei unserem ortskundigen Busfahrer weitgehend frei Hand gelassen. Die byzantinischen Höhlenkirchen im Tal von Göreme standen ebenso auf dem Programm wie das chalkolithische Höhlental von Zelve, wie verschiedene großartige Aussichtspunkte über die "Phantasielandschaft" der hunderttausend Tuffkegel von Kappadokien und der Besuch einer "unterirdischen Stadt", Özkonak bei Avanos. Über die Eindrücke und die Bedeutung dieses touristisch hervorgehobenen Gebietes in Zentralanatolien braucht hier nicht viel gesagt zu werden. Schönheit und Exotik der Landschaft werden harmonisch ergänzt durch die historische Bedeutung, die interessanten Lebensformen in dieser Vulkanlandschaft und die heutige wirtschaftliche Intensität, mit der hier eine spezialisierte Landwirtschaft mit Wein-, Fruchtbaum- und Gemüseanbau die Lebensgrundlage der Bevölkerung bildet.

Nach dem schon erwähnten Morgenbesuch bei Herrn Imanoğlu folgte am Samstag, 10.10., die Weiterfahrt nach Konya. Auf dem Wege besichtigten wir einige alte selçukische Hane in unterschiedlichem Erhaltungszustand und schließlich das vortrefflich Restaurierte Sultanhani, mit dem mich die ganze Chronologie meiner eigenen Türkeireisen verbindet, nachdem ich es 1970 auf dem Wege nach Iran erstmalig besuchen konnte, als es noch halb verfallen und nur liebevoll betreut vom Ortsvorsteher Herrn Öztürk abseits aller touristischer Pfade lag. Am Nachmittag treffen wir dann in Konya ein und schließen gleich eine erste Stadtbesichtigung an: die Karatay Medrese ist wiederum ein sehenswerter Raum der slçukischen Baukunst; die Medrese Ince Minare ist seit langem erstmalig wieder geöffnet, nachdem der selçukische Innenraum, ein Kuppelbau wie die Karatay Medrese aus kunstvoll verschränkten Ziegeln, gestützt durch einen Unterbau aus "türkischen Dreiecken", in den letzten zwanzig Jahren sorgfältig restauriert worden ist. Genau wie die Alaettin Camii, oben auf den innerstädtischen Zitadellenhügel, deren Restauration noch nicht abgeschlossen ist, steht die Ince Minare Camii auf der UNESCO-Liste des kulturellen Welterbes; beide Bauwerke sind über ihren historisch und künstlerisch exeptionellen Wert hinaus Wahrzeichen der Kulturepoche der Selçuken in Anatolien, der ersten großen türkischen Dynastie, der dann das osmanische Reich nachfolgte.

Wir übernachteten, wieder einmal, im Otel Tur nahe dem Mevlâna; ich wurde im Hotel wie mehrfach auf der Straße in Konya wieder erkannt und herzlich begrüßt. Dabei erfuhr ich, dass wir 1985, bei unserer ersten Türkeireise im Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit dem Istanbul Lisesi, tatsächlich die ersten Gäste im neu eröffneten Otel Tur gewesen sind. Wenn sich auch die Preise, gerechtfertigterweise, etwas gehoben haben, ist dennoch dieses Hotel in Sauberkeit und Service für die untere Preiskategorie vorbildlich. Die persönlichen Gespräche mit dem Hotelier drehten sich dann bald auch um die verschiedensten aktuellen und familiären Fragen und hinterließen das befriedigende Gefühl, gerne gesehen zu sein. Ein Aufenthalt in Konya - auch wenn dies oft von Bewohnern z.B. Istanbuls oder Ankaras nicht verstanden wird, da hier historisch zu erklärende Stereotype und Vorurteile den Umgang erschweren - ist über den historisch-kulturellen Zusammenhang hinaus auch wegen der vielfältigen persönlichen Kontaktmöglichkeiten für Studienreisen mit Schülern sehr zu empfehlen.

dass wir hier einmal den verständlichen Wunsch nach spätnächtlichen Gesprächskontakten mit Gleichaltrigen "qua Amt" unterbinden mussten, tut uns inhaltlich leid, war aber wegen der vorgegebenen Aufsichtspflicht bei einer Schulveranstaltung vor allem bei für uns nicht genau abschätzbaren Risiken nicht anders zu entscheiden, auch wenn Konya als Stadt mit besonders geringer Kriminalität gilt.

Im Mittelpunkt des Programms am Sonntag, 11.10., stand vormittags der Besuch der Tekke des Mevlâna, des "Klosters" der "tanzenden Derwische" und des Grabmals ihres Begründers, Çeladin Rûmi, des großen mystischen Dichters und Philosophen des 13. Jahrhunderts am Hofe des Selçukensultans Alaettin Khaikobads.  Die Auseinandersetzung mit der islamischen Mystik, so fremd sie heutigem Rationalismus auch sein mag, vermittelt faszinierende religionsgeschichtliche und philosophische Anregungen und führt oft zu einer vertieften Beschäftigung mit dem Sufismus, was auch uns Heutigen neue kulturkritische Perspektiven auf unsere eigene Existenz eröffnet. So hoffe ich, dass dieser Kontakt mit dem Mevlâna doch dem einen oder anderen Reiseteilnehmer mehr geben kann als nur einen sonnigen Museumsbesuch in Konya. Nachmittags ergänzte eine Stadtbesichtigung unsere Eindrücke: vor allem der Moschee- und Medresen-Komplex des Sahip Ata, leider recht zerfallen und noch nicht weiter restauriert, vermittelt noch etwas von der Ursprünglichkeit der selçukischen Bautradition. Den Abschluss bildete eine Fahrt in die nahe gelegenen Ausflugsorte Meram und Sille. An einem Stausee ist hier ein idyllisch gelegener Picknickplatz entstanden, der von Konya aus Feiertags gern besucht wird. Der Tradition der christlich-orthodoxen Gemeinde von Sille, in einer Basilika und einer verfallenen Grabkapelle repräsentiert, konnten wir uns dann jedoch ebenso wenig intensiv widmen wie der in Sille berühmten Teppichknüpferei.

Am Montag, 12.10., fahren wir weiter durch den Taurus und besuchen zunächst, an der Küste des Mittelmeeres angekommen, das Naturschauspiel der Wasserfälle von Manavgat. Die römisch-hellenistischen Ruinen von Side sind durchaus einer Besichtigung wert; doch ist es gut, sie an den Anfang des "Antiken-Themas" zu stellen, weil sie sonst ganz in den Schatten des großartigen Theaters von Aspendos und später des Reichtums der Bauwerke von Ephesus treten würden: war Side doch ein untergeordnetes Provinz- und Seeräubernest, an dem sich gleichwohl typische Züge der hellenistisch-römischen Geschichte des Nahen Ostens nachzeichnen lassen bis hin zu den Völkerverflechtungen und Machtintrigen, wo z.B. die Herrscher von Pergamon den Römern testamentarisch ihre Besitztümer in Side vermachten. Weiter führt uns der Weg nach Antalya; ein technischer Defekt an der doppelten Lichtmaschine im Bus, die wohl durch die Klimaanlage überansprucht gewesen ist, verbessert die Stimmung der Busfahrer keineswegs. Um Zeit für die Reparatur zu sparen, wollen sie uns die am Weg liegende Besichtigung von Aspendos noch bei einbrechender Dunkelheit aufzwingen. Im heftigen Streit setzen wir durch, am nächsten Tag noch einmal zurück zu fahren, um genügend Zeit für Besichtigungen und Fotos zu haben. Der aggressive Fahrstil des wütenden Fahrers war für einige weitere Ängste und graue Haare gut. Das von dem Sohn vorgeschlagene Feriencamp bei Beldibi westlich von Antalya, wohl in seinem eigenen Besitz, war, wie er selbst dann eingestehen musste, jetzt außerhalb der Saison ungepflegt und verwahrlost, so dass wir auf Rückfahrt nach Antalya bestanden, die dann unterbrochen wurde von Reparaturbemühungen am Fahrzeug am Straßenrand in der Dunkelheit. Schließlich fanden wir eine passende und preiswerte Übernachtung im Konaalty-Hotel gegenüber des Strandes in der westlichen Peripherie von Antalya und in einem benachbarten Restaurant ein schmackhaftes Pide-Essen - beides gesucht und ausgehandelt zu unserer Zufriedenheit von unseren Busfahrern, die jetzt wieder freundlich und loyal waren: merkwürdige Stimmungswechsel!

Der Dienstag, 13.10., wurde vormittags für die Busreparatur benötigt; diese Zeit benutzten wir nach gemeinsamer Fahrt in die Ortsmitte von Antalya für den Geldumtausch, die notwendige telefonische Buchungsbestätigung für unseren Rückflug beim Vertrags-Reisebüro in Izmir, und schließlich für den nun fälligen weiteren Arztbesuch von Beatrice, wo ihr die Fäden an ihrer Kniewunde gezogen wurden; das ging wiederum sehr schnell und für einen Pauschalbetrag von fünf Mark, nachdem die Behandlung in der Ambulanz in Istanbul kostenlos gewesen war, so dass wir unsere Krankenversicherung gar nicht in Anspruch nehmen mussten. Auf Vorschlag von Erkan, des Sohnes des Busfahrers, der uns in der Stadt fürsorglich begleitete (man ließ uns ja nirgends aus den Augen!) machten wir für den Rest des Vormittages dann eine Bootsfahrt auf der Bucht von Antalya. Nachmittags fuhren wir mit dem reparierten Bus zurück nach Aspendos. Gewisse Interessendivergenzen traten hier auf; drei Teilnehmerinnen verzichteten - ohne dass wir dafür viel Verständnis aufbringen konnten - auf den Aspendos-Besuch und hielten sich während dieser Zeit in einem "Touristen-Basar" mit vorwiegend Schmuck- und Modeangeboten auf. Der Rest der Gruppe hatte dann auf der Rückfahrt noch Gelegenheit, sich diese Touristenfalle selbst etwas näher anzuschauen. Was daran so interessant sein soll, ist mit unbegreiflich! Aber diese banalen touristischen Interessen vom Einkaufsbummel bis zum Baden waren in unserer Gruppe stärker präsent als bei den vergangenen Reisen, was von uns widerwillig zu akzeptieren war. So war die Beurteilung der Region Antalya, die sich allein auf den Massentourismus eingestellt hat, auch durchaus kontrovers. Während sich einige hier pudelwohl fühlten (und wohl einen Zusatzurlaub viel zu wenig genießen konnten), war für andere hier die Kommerzialisierung und der städtebauliche Schrecken ins Unerträgliche gesteigert. Für mich persönlich gilt wohl: nachdem ich voller Interesse Side und Aspendos kennen lernen konnte, werde ich die türkische Südwestküste wohl nie wieder bei von mir vorbereiteten Gruppenreisen mit ins Programm nehmen, dafür ist der inhaltliche Ertrag gemessen am Zeit- und Wegaufwand viel zu gering, es sei denn, eine Studienreise würde sich intensiv vorbereitet kritisch mit den räumlichen, ökonomischen und sozialen Folgen des Massentourismus in einer Armutsregion befassen: hier böte dieses Gebiet, ergänzt um die Ägäisorte Marmaris, Bodrum und Kusadasi ideale Untersuchungsmöglichkeiten.

Touristische Irritation bot abends noch der Vorschlag von Erkan, mit der Gruppe um Mitternacht in eine Touristendisko zu gehen - und das möglichst bis vier Uhr nachts, nach den Maßstäben unserer Aufsichtsverpflichtungen zumindest für die jüngeren Teilnehmer ein indiskutabler Vorschlag. So entschieden wir zum Groll der Reisegruppe, einen "Nachtbummel" für die achtzehnjährigen bis ein Uhr Nachts zu akzeptieren, ansonsten aber eine solche Nachtveranstaltung zu unterbinden. Ergebnis an diesem Abend: drei Mädchen fuhren mit den Busfahrern und mir noch einmal hinein nach Antalya zum Hafen; die Mädchen machten mit Erkan eine einstündige Tour "Antalya by night" (ob das so überaus spannend war, wage ich zu bezweifeln), während der Busfahrer Faik mit mir Freunde auf einem der im Hafen liegenden Touristenboot besuchte - bei einigen Gläsern Raki und "mehrsprachiger" Unterhaltung.

Unsere Busfahrer hatten den Kummer, dass die Busreparatur recht teuer geworden war und dass dadurch ihr Bargeld knapp wurde; die Reparatur an der Lichtmaschine für die Klimaanlage wurde zudem nicht durch die Garantie der Busherstellerfirma gedeckt. So erklärte ich mich bereit, vorübergehend mit Bargeld auszuhelfen, wenn bei der Weiterfahrt das Geld für das Tanken zu knapp würde. dass daraus am Ende eine Zusage, insgesamt mehr für die Reise zu zahlen, heraus interpretiert werden sollte, stellte sich am Abflugstag in Izmir heraus; doch, und so konnten wir uns auch argumentativ behaupten, ein solches Versprechen gab es mit Sicherheit nicht! Im übrigen reichte das Geld auch so bis Izmir und dass die beiden Fahrer nicht mehr genug Geld zur Heimfahrt nach Istanbul hätten, mag ich nun gar nicht glauben. Der Ärger darüber, dass die Agentur, die die Fahrt vermittelt hatte, den zweiten Teil des Geldes bis zum Ende der Fahrt nicht überwiesen hatte, kann ich zwar verstehen, doch dürfte das ganz normal gewesen sein, da der Vertrag des Busfahrers Restzahlung nach Abschluss der Gesamtfahrt vorsah.

Diese Querelen mit unseren ansonsten so hilfsbereiten und fürsorglichen Busfahrern  lädt zu einigen weitergehenden Überlegungen ein. Im Laufe der Fahrt stellte sich heraus, dass die beiden sich weniger als Fahrer, denn als Unternehmer einschätzten und als solche sicherlich zu der neuen, gegenüber der Arbeiter- und Beamtenschaft materiell prosperierenden aufsteigenden türkischen Mittelschicht zu zählen sind. Der Vater, der Grundbesitz und ein Touristenboot (in Bodrum oder, wenn ich die Angaben richtig ordnen konnte, derzeit in Istanbul liegend) sein eigen nennt und ebenso Eigentümer des Busses ist, der Sohn, der eine eigenes Touristencamp bei Antalya besitzt und ein Studium der Fachrichtung Fremdenverkehr absolviert (in der Türkei sehr beliebt), für die unser Standard des Reisen und unsere low-price Hotels weit unter ihrem eigenen gewohnten Reisestandard lagen, empfanden sich objektiv, nach türkischen Maßstäben wohl zurecht, sozial weit über Lehrern und Schülern stehend; dass deutsche Lehrer ihren sozialen Status ganz anders definieren und mit einem gesunden Selbstbewusstsein Busse nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen anmieten, führt zu Konflikten. Auf der anderen Seite passte es aber auch nicht in ihr Weltbild, dass eine deutsche Reisegruppe so wenig Geld zur Verfügung hatte, dass sie sich tatsächlich den Standards türkischer Schulen anpassen musste. Diese zweiseitige Irritation war dann Ursache täglicher Auseinandersetzungen, bei denen die beiden Seiten sich wohl immer wieder durch unerwartete Reaktionen überraschten. Notwendig und für die reibungslose Abwicklung der Fahrt war hier die erworbene Fähigkeit, im türkischen Sinne lange und kontroverse, oft gestikulierend und lautstark geführte Auseinandersetzungen ohne persönliche Beleidigungen und Gesichtsverluste durchzustehen und am Ende augenblicklich wieder in die ebenso ritualisierte Freundschaftlichkeit überschwenken zu können.

Die Weiterfahrt am Mittwoch, 14.10., durch den Naturpark Termessos im südwestlichen Taurus war landschaftlich reizvoll, wenn auch wohl für unsere permanenten Busschläfer kaum erinnerlich. Wir mussten wegen der Länge der Fahrt die Besichtigung der Sintertrerrassen von Pamukkale und des antiken Badeortes Hierapolis recht knapp halten; doch auch so beeindruckte die Landschaft wieder. Die "Baumwollburg" ist ein exzeptionelles Naturdenkmal und ist trotz der nachmittäglichen Besuchermengen immer wieder reizvoll zu betrachten, ob man nun barfuss durch die warmen Wässer der Sinterbecken geht oder das Treiben nur vom Rande her beobachtet. Die Fahrt nach Selçuk führt schon wieder in die Dunkelheit; da wir am Morgen noch einen weiteren Schrecken erlebten, als André seinen Ausweis als verloren meldete und daher ein Konsulatsbesuch am nächsten Tage in Izmir drohte [Organisationspläne bis hin zu der Möglichkeit, diese Fahrt mit der regelmäßigen Dolmuşlinie zu unternehmen] mussten wir auf einem verkehrsgünstig gelegenen Hotel in Selçuk bestehen; der Vorschlag des Busfahrers, in Kusadasi unterzukommen - natürlich bei einem Freund von ihm! - gefiel uns auch deshalb nicht, weil für die Besichtigung von Efes, d.h. der Ruinen und Ausgrabungen von Ephesus, für die wir reichlich Zeit einplanen wollten, ein längerer Anreiseweg notwendig gewesen wäre (und Kusadasi sicher als Ort weniger attraktiv ist als Selçuk!). Das Hotel »VictoriaIchnie wieder" erfüllen sich denn die Hoffnungen und Erwartungen, mit Reisen in die Türkei etwas in unserer Gesellschaft zu verändern, bei den Schülern und Schülerinnen Bewusstseinsveränderungen einzuleiten, die über das Akzeptieren von fremden Toilettenformen hinausgehen...? Unser Staat Deutschland, unsere Gesellschaft, driftet ab in Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsideologien - es tut weh, in dieser schlimmen Zeit zu leben. Pessimismus und Überdruss am eigenen Wirken sind eine gefährliche Grundlage der Lehrerexistenz.

Die Türkeireisen haben in unserem Konzept der Interkulturellen Erziehung einen festen Stellenwert, sind eingebunden in parallele Schwerpunktaktivitäten wie der Schulpartnerschaft mit Posen, wie der Studienfahrten und der Dritte-Welt-Arbeit, dem UNESCO-Club und den Bemühungen der Fachkonferenzen, dem wachsenden Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler pädagogisch und curricular gerecht zu werden.

Hier überrascht es dann um so mehr festzustellen, wie wenig instutionalisierte und überindividuelle Festigkeit das Konzept der UNESCO-Schule aufweist, wie sehr es von den Zufälligkeiten einzelner Initiativen und Arbeitsschwerpunkte abhängig ist; ist das nun so zu interpretieren, dass die interkulturelle Schwerpunktsetzung tatsächlich der Grundströmung unserer politischen Kultur so zuwider läuft, dass sie nur individuell oder in kleinen Gruppen als Gegenströmung am Leben gehalten werden kann - die verhängnisvollen politischen Entwicklungen in unserem Lande lassen dies plausibel erscheinen -, oder liegt es doch eher an den Besonderheiten der Institution Schule, mit den seltsamen Idiosynkrasien des deutschen Gymnasiallehrers - und seiner meist gebrochenen Enkulturation als ewig in der Schule lebender Mensch - und dem Paradoxon des immer das Gleiche lehren zu müssen in einer nie abreißenden Folge von Schülergenerationen und dabei selbst älter zu werden, sich zu entwickeln, zu welchem Ziel...? So verknüpft sich die Frage nach dem Sinn innerschulischer interkultureller Erziehung, dem die Türkeireisen beitragen sollen, mit der Frage nach den Paradoxien schulischen Lernens überhaupt...

V. Résumé

Das wichtigste Argument, die Türkeireise 1992 trotz zu kurzer Vorbereitungszeiten und einer sehr kleinen Anzahl von beteiligten Schülerinnen und Schülern durchzuführen, war die Einsicht, dass von unserer Seite unser Willen zur Kontinuität der Schulpartnerschaft mit der Istanbul Lisesi zu demonstrieren und eine dauerhafte Perspektive des Schüleraustausches zu entwickeln sei. Dieses Ziel konnte, wie die intensiven Gespräche in unserer Partnerschule erwiesen, erfüllt werden; unsere Reise war, so meine abschließende Einschätzung, nicht nur sinnvoll sondern notwendig und bleibt eine gute Grundlage für die Fortsetzung der Türkeiarbeit an unserer Schule, in der Hoffnung, weitere Kolleginnen und Kollegen ebenso wie eine ausreichende Zahl von Schülerinnen und Schülern daran zu interessieren. Die Probe darauf wird uns beim nächsten Besuch einer türkischen Gruppe in unserer Schule voraussichtlich im Mai/Juni nächsten Jahres abverlangt werden.

Die allseits übereinstimmend gesehenen Einschränkungen der Möglichkeiten dieser Reise haben sich wie vorhergesehen bestätigt, insbesondere durch die zwangsweise nur exkursorische inhaltliche Vorbereitung der Gruppe, die zu einem weniger differenzierten Programmablauf führte und einen spontanen Interessenkonsens im Tagesverlauf erschwerte. Dennoch habe ich den Eindruck, dass durch das sehr vielfältige Programm, das auch touristische "Highlights" bot, allen Interessen zumindest ansatzweise Nahrung gegeben werden konnte, wobei Kompromisse und Einschränkungen hinsichtlich der kurzen Gesamtreisezeit und den notwendigen Rahmenbedingungen einer Schulveranstaltung akzeptiert werden mussten. Neben einer kritischen Überprüfung von Busanmietung und Hotelbuchung sind neue Überlegungen zur Programmplanung der nächsten Reise sicherlich in folgenden Punkten notwendig:

1. Unbedingt längere Vorbereitungszeiten einplanen (dazu wird ein konkreter Programmplan vorgelegt werden)!

2. Ein differenzierteres Programm in Istanbul mit der Partnerschule vorher absprechen (hängt dabei von Punkt 1 ab)!

3. Die inhaltliche Thematik des Studienfahrtanteils genauer definieren und

4. eine räumliche Beschränkung vornehmen (z.B. mit Schwerpunkt auf Ankara, Kappadokien und Konya und einer Programmausweitung in thematischer Richtung Osten [Probleme der heutigen Türkei] oder Westen [Antike und Kulturgeschichte] wobei die Südküste sicherlich entfallen kann).

Auch wenn diese Reise unter gewissen Einschränkungen durchgeführt werden musste, denke ich letztlich, dass sie notwendig gewesen ist und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu einem Erfolg geführt werden konnte. So hoffe ich, dass sich die Anstrengungen und Mühen gelohnt haben wie Geduld und Verständnis der Kolleginnen und Kollegen, die von den vielfältigen UNESCO-Aktivitäten unserer Schule betroffen werden und ich hoffe auf das gemeinsame Einverständnis, dass diese interkulturellen Lernmöglichkeiten zu den zentralen Aufgaben der heutigen Erziehung gehören.

Teilnehmerliste der Türkei-Studienfahrt

Bismarckschule Hannover

Verantwortlicher Leiter:

  1. Voigt, Gerhard 

Begleitpersonen:

  2. Wehking, Ulrich  

  3. Meese, Rainer  

Teilnehmende Schüler der Bismarckschule Hannover:

  4. Basch, André    

  5. Glembotzky, René 

  6. Jatschmenew, Vera 

  7. Puschmann, Daniel

  8. Ringst, Rebecca  

  9. Strate, Svenja   

10. Wessolowski, Beatrice 

11. Wieloch, Claudia  

       

Hinflug:  Fr., 02.10.92
Rückflug: Fr., 16.10.92

Erstellt: Hannover, 31.10.92, Revidiert: 25.07.2005 / 07.09.2012

   
   

Verantwortlich für diese Seite

Gerhard Voigt, OStR i.R. - Kontakt vgl. Impressum

bismarckschule.voigt@gmx.de

Bearbeitungsstand: 25. 07 2005.

Letzte Bearbeitung: 07.09.2012

   
   

 

     
   

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